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Tote und Verletzte bei Anschlagsserie in Bagdad

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Tote und Verletzte bei Anschlagsserie in Bagdad

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Der Irak wird auch im Fastenmonat Ramadan von Anschlägen erschüttert. Bei einer Serie von Bombenanschlägen wurden am Samstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 40 Menschen getötet. Mehr als 190 wurden verletzt. Laut Polizeiangaben explodierten nach Sonnenuntergang binnen zwei Stunden in vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen Bagdads elf Autobomben und sechs am Straßenrand versteckte Sprengsätze.

Im Irak tobt ein heftiger Machtkampf zwischen Anhängern des sunnitischen und schiitischen Islams. Fast täglich gibt es Anschläge. Nach UN-Angaben waren die vergangenen vier Monate die blutigsten seit fünf Jahren. Der Machtkampf zwischen den zwei Religionsgruppen brach nach Abzug der US-Truppen vor eineinhalb Jahren neu aus – begleitet von vielen Anschlägen, die vor allem dem sunnitischen Terrornetzwerk Al-Kaida zugeschrieben werden.

Viele sunnitische Muslime, die unter dem Regime des gestürzten Diktators Saddam Hussein zur Machtelite gehörten, fühlen sich heute benachteiligt und von dem
schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki diskriminiert.