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USA: Tausende fordern Gerechtigkeit für Trayvon Martin

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USA: Tausende fordern Gerechtigkeit für Trayvon Martin

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In den USA haben Tausende gegen den Freispruch im Fall Trayvon Martin protestiert. In New York waren auch Prominente wie die Sängerin Beyoncé und ihr Ehemann Jay-Z unter den Kundgebungsteilnehmern. Sie alle forderten Gerechtigkeit für Trayvon, den schwarzen Teenager, der vergangenes Jahr von George Zimmerman, dem inzwischen freigesprochenen Mitglied einer Bürgerwehr, erschossen worden war. Zimmerman berief sich auf das umstrittene Notwehrgesetz “Stand Your Ground”. Das griff der Bürgerrechtler Al Sharpton nun an, der mit Trayvons Mutter ans Rednerpult ging.

Sharpton sagte: “Wir werden und mit diesem “Stand Your Ground”-Gesetz befassen. Es sollte kein Gesetz geben welches jemandem, der glaubt, er sei in Gefahr, das Recht gibt, jemanden zu töten. Das Gesetz verletzt Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten. Das ist nicht einfach eine schwarze Angelegenheit, es ist eine menschliche Sache.”

In insgesamt 100 Städten gab es Proteste, die aber teils kleiner ausfielen, als vom Organisator Sharpton erhofft. Auch in Los Angeles zogen einige durch die Straßen. Die Demonstranten fordern, den Schützen Zimmerman erneut vor Gericht zu stellen, weil er die Bürgerrechte Trayvons verletzt habe.

Ein Demonstrant meinte: “Wir müssen präsent und aufmerksam sein und positive, gewaltlose Maßnahmen ergreifen, um eine Welt zu schaffen, die für jeden da ist und jeden würdigt.”

Eine Demonstrantin sagte: “Wenn wir weiter protestieren und unsere Meinung sagen, dann glaube ich, werden sie uns hören, besonders in diesem Fall. Wir dürfen also nicht aufgeben.”

In Miami war der Vater von Trayvon Martin unter den Demonstranten. Am Freitag hatte sich auch US-Präsident Barack Obama zu dem Urteil geäußert, eine Abschaffung des Notwehrgesetzes forderte er nicht. Schwarzenverbände waren mit der persönlich gehaltenen Rede Obamas zufrieden. Sie sei notwendig gewesen, so Sharpton.