Eilmeldung

Eilmeldung

Eurostat-Zahlen stellen Sparpolitik in Frage

Sie lesen gerade:

Eurostat-Zahlen stellen Sparpolitik in Frage

Schriftgrösse Aa Aa

Die Sparpolitik hat die Schuldenlast der Eurozone bisher effektiv nicht verringert. Nur in drei Ländern der EU sank die Schuldenquote – sie zeigt das Verhältnis zwischen öffentlichen Schulden und Wirtschaftsleistung – von Anfang 2012 bis Anfang 2013. Soll heißen: Bei den anderen gingen zum Teil die Schulden wohl zurück – wo die Wirtschaft aber noch stärker einbrach, wurde die Quote trotzdem schlechter.

Laut Statistikbehörde Eurostat stiegen die Schulden der Euro-Länder auf 8.750 Milliarden Euro, die Schuldenquote auf 92,2 Prozent (Quartal 1). Im Vorquartal waren es 1,6 Punkte weniger gewesen. Besonders Griechenland (160 Prozent Schuldenquote), Italien (130 Prozent) und Portugal (127 Prozent) drückten die gemeinsame Schuldenquote nach oben. Alle drei liegen über dem kritischen Wert von 120 Prozent – erst darunter gilt ein Land an den Kapitalmärkten langfristig wieder als kreditwürdig – ohne Hilfe von außen.

Besonders Griechenland rutschte binnen Jahresfrist ab von 136 auf 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Auch in Italien wuchs der Schuldenberg von knapp 124 auf gut 130 Prozent.

Die Musterknaben Luxemburg und Estland kommen mit gut 22 beziehungsweise 10 Prozent Schuldenquote aus.

Mit dpa