Eilmeldung

Eilmeldung

Verheerender Großbrand in Berlin-Kreuzberg

Sie lesen gerade:

Verheerender Großbrand in Berlin-Kreuzberg

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem verheerenden Großbrand in Berlin-Kreuzberg suchen die Ermittler nun nach der Brandursache.

In der Skalitzer Straße in Kreuzberg lässt sich nach wie vor erahnen und vor allem erriechen, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Feuer gewütet hat. Rund 300 Feuerwehrleute versuchten bis in die Morgenstunden das Feuer im Festsaal Kreuzberg zu löschen. Das mit Holz ausgekleidete Kreuzberger Denkmal konnte aber nicht gerettet werden. Nur die Außenmauern erinnern noch an den beliebten Veranstaltungsort.

Der Notruf ging um 21:05 ein. Feuerwehr-Sprecher Sven Gerling berichtete, dass die Feuerwehr zwar schnell am Einsatzort eingetroffen sei, die Schwierigkeit jedoch darin bestanden habe überhaupt in das Gebäude zu gelangen. Der Festsaal habe neben den beiden Vordertüren lediglich eine Luke für Anlieferungen auf der Rückseite. “Weder konnte der heiße Rauch raus noch wir hinein”, sagte Gerling. In dem rund 300 Quadratmeter großen Bau wurden Temperaturen von bis zu 800 Grad gemessen.

Mit schwerem Gerät hatten die Einsatzkräfte versucht, ein Loch in das Dach des Gebäudes zu schneiden, um so für zusätzliche Belüftung zu sorgen. Wegen der festen Betondecke misslang dieser Versuch aber. An die 75 Feuerwehrleute waren gleichzeitig im Einsatz.Auf Grund der großen Anstrengung mussten sie alle 15 Minuten im fliegenden Wechsel abgelöst werden.

Die Rauchentwicklung war so stark, dass der U-Bahnhof Kottbusser Tor gesperrt werden musste; zwischen 22.20 Uhr und 2.30 Uhr konnten die Züge der U1 und U8 dort wegen der Rauchgase nicht halten.

Das Feuer hatte sich glücklicherweise nicht auf die anliegenden Gebäude ausgebreitet. “Die Brandschutzmauern haben gut gehalten”, so die Feuerwehr. Abgesehen von zwei Verletzten – ein Feuerwehrmann hatte sich das Handgelenk bei einem Sturz verletzt und ein Schauspieler zeigte Anzeichen einer Rauchvergiftung – kam niemand zu Schaden. Bei Ausbruch des Brandes hatten sich kaum Menschen im Festsaal aufgehalten. Zwei Stunden später hätte dort ein Konzert stattfinden sollen. Rund 700 Gäste wurden erwartet.

Die Brandursache ist nach wie vor unbekannt.