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"Das ist ein politischer Protest, kein religiöser"

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"Das ist ein politischer Protest, kein religiöser"

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In Brasilien haben auch zum Papstbesuch viele Menschen gegen den Aufwand für Großereignisse protestiert. Mehrere Demonstranten, Polizisten und Medienvertreter wurden verletzt, fünf Demonstranten festgenommen. Zum Weltjugendtag kommen außer Papst Franziskus rund 1,5 Millionen Pilger nach Rio de Janeiro.

Andre Ribeiro, Student:

“Das Problem ist, was die Regierung dafür ausgibt. Der Papstbesuch ist ihr 40 Millionen Euro wert. Das ist zu viel. Man könnte das in Gesundheit oder Bildung investieren. Dies ist kein religiöser Protest, es ist ein politischer Protest. Das hat nichts mit dem Papst zu tun. Er ist hier und das Geld ist ausgegeben.”

Vilmar Torres, Journalist:

“Diese Unverschämtheit muss dringend aufhören. Lang lebe der Kampf des brasilianischen Volkes für eine Nation mit mehr Würde”.

Die Proteste richten sich – wie schon bei den Themen Fußball-WM und Olympia 2016 – gegen Schwächen bei Infrastruktur, Gesundheits- und Bildungssystem und gegen das korruptionsanfällige politische System, eine Art permanente Große Koalition.

Mit dpa
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