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Spaniens Regierungschef will sich nun doch zu Schwarzgeldvorwürfen erklären

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Spaniens Regierungschef will sich nun doch zu Schwarzgeldvorwürfen erklären

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Spaniens Regierungschef will sich nun doch im Parlament zu den Schwarzgeldvorwürfen gegen ihn und seine Partei erklären. Bisher hielt sich Mariano Rajoy mit Erklärungen eher zurück. Er gab nun aber der Opposition nach, die einen Misstrauensantrag angedroht hatte – das hätte ihn zu einer Stellungnahme gezwungen.

Er werde dem Parlament alles erklären, weil das der Ort dafür sei, sagt Rajoy. Er halte es für nötig, den Bürgern
seine Version der Geschehnisse zu schildern. Dafür sei am besten das Parlament mit seinem Querschnitt der Gesellschaft geeignet.

Die Vorwürfe gehen von Luís Bárcenas aus, dem früheren Schatzmeister der konservativen Volkspartei. Laut Bárcenas hat die Partei über viele Jahre Geld von Firmen bekommen; im Gegenzug habe es zum Beispiel öffentliche Aufträge gegeben. Das Geld wurde demnach auch an Spitzenpolitiker der Partei wie Rajoy weitergereicht, die so ein hübsches Zubrot bekamen. Diese Politiker bestreiten das aber.

Noch Ende des Monats oder Anfang August will sich Rajoy nun den Fragen der Abgeordneten stellen.