Eilmeldung

Eilmeldung

Unter die Haut gepflanz: Minilabor soll Dopingsünder erwischen

Sie lesen gerade:

Unter die Haut gepflanz: Minilabor soll Dopingsünder erwischen

Schriftgrösse Aa Aa

Ist es das Ende des erfolgreichen Dopings? Schweizer Wissenschaftler haben einen Chip entwickelt, der, unter die Haut gepflanzt, jede Art von Doping aufspüren soll. Damit wäre Sportbetrug durch leistungssteigernde Mittel so gut wie unmöglich. Der Chip sollte urspünglich Abnormaliäten im Blut bei Erkrankungen feststellen. Die Nationale Anti-Doping Agentur der Schweiz entwickelt die Idee eines biologischen Passports, der alle Messungen festhält, erklärt Sandro Carrara, Wissenschaftler am EPFL-Insitut in Lausanne.

“Sie gehen davon aus, dass in 10 Jahren jeder Sportler einen Chip dieser Art unter seiner Haut hat”, sagte Carrara. “Wenn nicht diesen, dann doch einen vergleichbaren Chip. So können dann die Stoffwechsel-Parameter eines jeden Sportlers in Echtzeit unter die Lupe genommen werden.”

Der Chip, mit sieben Sensoren versehen, misst die Werte des Sportlers und schickt die Informationen über eine gesicherte Frenquenz an den Arzt oder Dopingkontrolleur. Dieser kann dann anhand der Parameter sofort erkennen, welche Werte nicht in Ordnung sind und auf eine Manipulation zugunsten des Sportlers schließen lassen. Es ist noch ein bisschen Zukunftsmusik, aber die Schlingen um die Betrüger ziehen sich enger.