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Erneutes Flüchtlingsdrama vor Indonesien

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Erneutes Flüchtlingsdrama vor Indonesien

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Ein Flüchtlingsboot mit rund 200 Menschen ist vor Indonesien im Sturm gekentert. Rettungskräfte fanden vier Leichen und 157 Überlebende, sagte ein Sprecher der Rettungsbehörde. Rund 40 Menschen werden noch vermisst. Die Überlebenden kamen demnach aus Bangladesch, Sri Lanka, Iran und Irak. Sie waren auf dem Weg nach Australien.

Australiens Premierminister Kevin Rudd sendet deshalb eine klare Botschaft an die Schleuser: “dies unterstreicht die Notwendigkeit für politische Veränderungen in Australiens Asyl-Politik. Die Botschaft an die Menschen-Schmuggler lautet daher: hört auf. Zu viele Menschen verlieren ihr Leben auf hoher See.”

Auf ähnlichem Weg sind bereits in diesem Jahr 15.000 Asylanten nach Australien gekommen. Die Überlebenden kommen laut Premieminister Rudd in Auffanglager ins benachbarte und arme Papua-Neuginea.

Bereits vergangene Woche verschärfte Australien seine Einwanderungspolitik. Wer illegal aufgegriffen werde, soll niemals ein Aufenthaltsrecht in Australien erhalten. Aus Indonesien versuchen jedes Jahr Tausende in nicht seetüchtigen Booten nach Australien zu kommen.