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Formel 1 zurück in Österreich: lasset den behördlichen Zirkus beginnen

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Formel 1 zurück in Österreich: lasset den behördlichen Zirkus beginnen

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Rauchende Reifen, tausende Zuschauer und Lärm….
Im Juli 2014 soll die Königsklasse des Motorsports in Spielberg wieder Einzug halten. Bis vorläufig 2020 werden sich die besten Rennfahrer der Welt am Red-Bull-Ring in der Obersteiermark messen können. Darauf konnten sich Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und F1-Boss Bernie Ecclestone einigen.

Für die österreichische F1-Legende Niki Lauda ist es „das Beste, was uns passieren kann. Ich habe immer wieder gehofft, dass die Formel 1 zurückkehrt.“ Die Nachricht kam trotz der seit Monaten kursierenden Gerüchte überraschend. „Mir bedeutet das viel- immerhin habe ich das Heimrennen ja auch einmal gewonnen”, sagte der Sieger von 1984, dreimalige Weltmeister und aktuelle Aufsichtsratschef von Red-Bull-Rivale Mercedes AMG.

Durch das Comeback des Motorsportspektakels erhofft man sich sowohl wirtschaftlichen als auch touristischen Aufschwung in der Region. Die Veranstaltung soll zudem für ganz Österreich einen unschätzbaren Werbewert haben. Mit der Rückkehr der F1 werde man wieder „eine globale Veranstaltungsdestination und damit die erfolgreichste Eventregion Österreichs“, freuten sich Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

Ende 2004 hatte Mateschitz den ehemaligen A1-Ring gekauft und, mit Unterstützung der öffentlichen Hand, über 200 Millionen Euro an Investitionen in Umbau-und Renovierungsarbeiten, sowie in die touristische Infrastruktur gesteckt. Im Mai 2011 wurde die Strecke wieder eröffnet.
“Für mich als Steirer, der die Motorsportjahre am Ring als Jugendlicher miterlebt hat, ist es schon etwas ganz Besonderes, dass wir nicht nur den Ring wiederbeleben, sondern nun auch die Königsdisziplin zurück holen konnten”, meinte Mateschitz.

Doch noch anstehende Behördengänge halten die Begeisterung in Grenzen. Noch fehlen die letzten behördlichen Genehmigungen und die Anrainer äußern Bedenken bezüglich der entstehenden Lärmemissionen. Man fürchtet, dass die bisher erlaubte Geräuschbelastung von rund 84 Dezibel weit überschritten werden wird. Laut Bescheid sind zudem pro Veranstaltungstag maximal 40.000 Zuschauer erlaubt, und das auch nur an zehn Tagen im Jahr.