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GlaxoSmithKline: Korruption als Marktstrategie für China

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GlaxoSmithKline: Korruption als Marktstrategie für China

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Großbritanniens führender Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat eingeräumt, dass Spitzenmanager chinesisches Recht gebrochen haben. Der Konzern soll mit Hilfe von Reisebüros und Beratungsfirmen in erheblichem Umfang Ärzte und Behördenvertreter geschmiert haben, um Verkaufszahlen und Medikamentenpreise hochzutreiben. Vier chinesische Spitzenmanager von Glaxo wurden verhaftet. Laut den chinesischen Ermittlungsbehörden soll Glaxo in den vergangenen fünf Jahren 375 Millionen Euro überwiesen haben, um Schmiergeldzahlungen zu erleichtern.

Der Konzern macht sich wegen des Bestechungsskandals auf Einbußen in in China gefasst.

Glaxo hat mit ablaufenden Patenten zu kämpfen, in vielen Ländern Europas sinken die Medikamentenpreise. Glaxo betreibt in China fünf Werke und ein Forschungszentrum mit insgesamt rund 7000 Beschäftigten.

Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze dort um 14 Prozent auf 245 Millionen Euro.

Mit Reuters