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Keine vorzeitige Freilassung für Pussy Riot-Mitglied

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Keine vorzeitige Freilassung für Pussy Riot-Mitglied

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Maria Alechina, Mitglied der russischen Band Pussy Riot, muss weiter im Gefängnislager bleiben. Das hat ein Gericht im ostrussischen Perm entschieden. Die 25-Jährige hatte Berufung gegen eine Entscheidung des Gerichts eingelegt, dass bereits im Mai eine vorzeitige Entlassung abgelehnt hatte. Alechina war im August 2012 zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Per Video war die Musikerin am Mittwoch in den Gerichtssaal im ostrussischen Perm zugeschaltet worden, um ihr Anliegen vorzubringen. Weil es ihr bei ihrem ersten Antrag verwehrt worden war, persönlich an der Verhandlung teilzunehmen, war sie in einen elftägigen Hungerstreik getreten.

Mit diesem Fall habe alles begonnen. Die Festnahmen der Pussy Riot-Mitglieder hätten den Anfang einer langen Reihe von Verhaftungen gebildet, bei denen immer Menschen betroffen gewesen seien, die friedlich gegen die Regierung protestiert hätten, so die russische Journalistin Masha Gessen, die glaubt, dass hier ein Exempel statuiert werden soll.

Alechina und ihre Pussy Riot-Kollegin Nadeschda Tolokonnikowa waren festgenommen worden, weil sie in der bedeutendsten Moskauer Kathedrale aus Protest gegen Staatschef Wladimir Putin ein sogenanntes Punk-Gebet aufgeführt hatten.