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Umstrittener Einsatz für aussterbende Arten

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Umstrittener Einsatz für aussterbende Arten

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Wissenschaftler in den USA wollen das vom Aussterben bedrohte Sumatra-Nashorn retten und die neunjährige Suci im Zoo von Cincinnati mit ihrem 6jährigen Bruder Harapan paaren.
Denn weltweit soll es nur noch rund hundert Tiere der Art mit dem Doppelhorn geben.

Zwar sind sich die Forscher der Probleme bewusst, die eine solche Inzucht mit sich bringt, doch vorerst sei es notwendig, so viele Tiere wie möglich zu haben. In 16 Monaten könnte es so weit sein, und Suci könnte Nachwuchs zur Welt bringen.

In Australien freut sich derzeit der Zoo von Adelaide über den Nachwuchs eines vom Aussterben bedrohten Reptils: Denn es arbeitet an einem Aufzuchtprogramm für die falsche Spitzkopfschildkröte.

Die Kleinen, die nur ungefähr vier Gramm wiegen, gewöhnen sich derzeit an die tägliche Routine aus Wiegen und Paddeln, bevor sie sich später fortpflanzen sollen.

Bradie Durell, Zoowärter in Perth:
“Sie wieder an das Leben in Freiheit zu gewöhnen und ihre Zahl zu vergrößern ist entscheidend, wenn Sie es mit einer bedrohten Tierart zu tun haben.
Die Stellen, wo wir sie aussetzen können, sind begrenzt. Die meisten sind belegt. Aber wir suchen eifrig weiter.”

In Adelaide beginnt die Paarungszeit gerade. Erwachsene Schildkröten werden gewogen, bevor sie paarweise auf verschiedene Becken verteilt werden. Vom Moment des Eierlegens dauert es dann noch einmal fünf Monate, bis der Nachwuchs zur Welt kommt.

Das Projekt in Adelaide wird später mit einem größeren Aufzuchtprogramm im Zoo von Perth zusammengeführt. Dort sind in den vergangenen 25 Jahren rund 600 Schildkröten geschlüpft. Knapp ein Drittel davon wurde in der Wildnis ausgesetzt.