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Planlos in Fukushima

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Planlos in Fukushima

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Die Pannenserie in der Atomruine Fukushima reißt nicht ab. Einem Beratungsausschuss aus nationalen und internationalen Experten zufolge ist der Betreiber Tepco planlos und bekommt die Lage nicht in Griff. Über dem Reaktor 3 etwa steigt seit Tagen immer wieder Dampf auf.

Dale Klein, der Vorsitzende des Komitees, erhob schwere Vorwürfe gegen Tepco: “Ihre Aktionen deuten darauf hin, dass sie nicht wissen, was sie tun, dass sie keinen Plan haben und, dass sie nicht alles versuchen, um die Umwelt und die Menschen zu schützen.” Tepco-Präsident Naomi Hirose entschuldigte sich dafür, trotz der Ratschläge des Komitees den Ansprüchen nicht gerecht zu werden.

Tepco räumte in dieser Woche erstmals ein, dass von der Atomruine radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangt ist. Damit bestätigten sich die Befürchtungen der japanischen Fischer. Ein Vertreter der Fischer überreichte dem Tepco-Präsidenten einen Protestbrief. Er warf dem Betreiber vor, die Menschen zu täuschen. Bereits Anfang Juli war unweit der Anlage radioaktiv kontaminierter Fisch gefangen worden.

Die Sanierungsarbeiten an der havarierten Atomanlage könnten offiziellen Schätzungen zufolge bis zu 44 Milliarden Euro kosten.