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Santiago de Compostela beweint Opfer der Zugkatastrophe

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Santiago de Compostela beweint Opfer der Zugkatastrophe

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Santiago de Compostela trauert um die Opfer des Zugunglücks. Die Feierlichkeiten für den heiligen Jakob, den spanischen Schutzpatron, wurden abgesagt. Medienberichten zufolge waren viele Passagiere des entgleisten Schnellzugs auf dem Weg zu dem Pilgerfest.

Clarence Hamilton, ein Pilger aus Schweden, macht sich Sorgen um seine Wegbegleiter: “Es ist sehr traurig und ich hoffe, dass keiner meiner Pilger-Freunde in dem Zug war, denn manche hatten vor, an diesem Tag den Zug zu nehmen. Es ist wirklich traurig.” Eine Touristin sagte: “Ich bin tief bewegt. So viele Menschen haben eine spirituelle Reise unternommen, um hierherzukommen. Eine höhere Stimme hat sie gerufen.”

Mehr als 80 verletzte Fahrgäste werden noch im Krankenhaus behandelt. Nach offiziellen Angaben ist der Zustand von 32 Menschen kritisch. Die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen.

Auf einem der Gleise, das von dem Unfall betroffen war, fahren ab heute wieder Züge. Auf einem anderen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Unser Korrespondent Javier Villagarcia sagte: “Der verunglückte Zug wird entfernt. Es ist ein Versuch, zur Normalität zurückzukehren. Der Zugverkehr wird Stück für Stück wieder aufgenommen. Hier an dem Ort der Tragödie ist allerdings eine Frage noch immer unbeantwortet: Warum hat der Zug diese Kurve so schnell genommen?”