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Spaniens König besucht Unglücksstadt Santiago de Compostela

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Spaniens König besucht Unglücksstadt Santiago de Compostela

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Spaniens König Juan Carlos hat den Hinterbliebenen der Opfer des Zugunglücks sein Beileid ausgesprochen. Gemeinsam mit seiner Frau Sofia besuchte er ein Krankenhaus in Santiago de Compostela, in dem viele der Verletzten behandelt werden. Unter ihnen sind vier Kinder. Fast 40 Betroffene befinden sich in einem kritischen Zustand.

Der König wünschte den Verletzten eine rasche Genesung, außerdem dankte er den freiwilligen Helfern, dem medizinischen Personal und den Blutspendern für ihren Einsatz.

Laut der Regierung der betroffenen Region Galicien kamen mindestens 80 Menschen bei dem Unglück ums Leben. Es gilt inzwischen als wahrscheinlich, dass zu hohe Geschwindigkeit den Unfall ausgelöst hat, wobei unklar ist, warum der Zug zu schnell fuhr.

Der überlebende Lokführer hat ausgesagt, auf der Tempo-80-Strecke mit 190 Stundenkilometern unterwegs gewesen zu sein. Er soll als Beschuldigter vernommen werden. Bahngewerkschafter nahmen den erfahrenen Zuglenker aber in Schutz. Ihrer Ansicht nach könnte auch das Tempokontrollsystem versagt haben.

Unterdessen sagte das Auswärtige Amt in Berlin, dass keine Deutschen unter den Opfern seien. Diese Aussage relativierte aber der Koordinator des Projekts Deutschsprachige Pilgerseelsorge in Santiago, Wolfgang Schneller: “Es ist wohl zu befürchten, dass auch Deutsche von diesem Unglück betroffen sind. Wir haben diese Informationen von einem Hotel, in denen wohl deutsche Pilger gewohnt haben. Unsere Seelsorger haben sich auf den Weg gemacht, um Näheres zu erfahren”, sagt Schneller der Nachrichtenagentur dpa.

Mit dpa, EFE, Reuters