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Blutvergießen in Kairo

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Blutvergießen in Kairo

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Auf den Straßen Kairos regiert weiterhin die Gewalt. Die ägyptische Armeeführung hatte angekündigt, die Proteste der Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammend Mursi beenden zu wollen. Offenbar wird nun eine härtere Gangart gegen die Muslimbrüder eingeschlagen. Bei Zusammenstößen von Islamisten und Sicherheitskräften kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Muslimbrüder selbst sprechen von mindestens 120 Toten. Andere Quellen zählten bis zu 65 Opfer. Laut der Islamisten wurden rund 4000 Menschen verletzt. Die anhaltende Gewalt in Ägypten sorgt weltweit für Bestürzung. Die EU-Außenbeauftragte Ashton rief zum Gewaltverzicht auf. Auch Frankreich und Großbritannien forderten Zurückhaltung. US-Außenminister Kerry erklärte, er sei nach dieser Explosion der Gewalt sehr besorgt. Der türkische Staatschef Erdogan sprach von einem Massaker. In Ägypten seien die Demokratie und der nationale Wille ermordet worden, so Erdogan.