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Putin zu 1025-Jahr-Feier in Kiew

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Putin zu 1025-Jahr-Feier in Kiew

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Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen haben Russlands Präsident Wladimir Putin und weitere Staats- und Regierungschefs sowie hohe Geistliche in Kiew der Christianisierung der Stadt vor 1025 Jahren gedacht. Bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt trifft Putin seinen Amtskollegen Viktor Janukowitsch, um die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel zu diskutieren. Manche der Gläubige störten sich an der politischen Note des feiertags. So sagte eine Frau: “Für mich ist das kein politisches Ereignis, sondern ein historisches, das eng mit unserem Land zusammenhängt.”
Trotz Demonstrationsverbots gab es Kundgebungen gegen die Teilnahme Putins und des russisch-orthodoxen Kirchenoberhaupts Kirill. Kritiker werfen dem Kreml vor, das Fest politisch zu missbrauchen. “Svoboda”-Parteimitglied Andriy Illienko kritisierte: “Wir sind mit Putins Haltung nicht einverstanden. Für ihn ist die Ukraine gar kein eigener Staat. Wir wollen nicht, dass er die Ukraine in irgend so ein imperialistisches Projekt reinzieht, wie etwa die Zollunion – genau deswegen ist er doch nach Kiew gekommen.” Euronews-Reporterin Angelina Kariakina: “Die Feier zum 1025. Jahrestag der Christianisierung dient den Präsidenten Russlands und der Ukraine als Anlass, ihre Beziehungen zu stärken. Allerdings ist der Grat zwischen Zusammenarbeit und Vereinnahmung durch Russland für die Ukraine sehr schmal.”