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Gemischte Reaktionen auf Israels Zugeständnis an Palästinenser

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Gemischte Reaktionen auf Israels Zugeständnis an Palästinenser

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Die Entscheidung Israels 104 palästinensische Gefangene freizulassen hat kontroverse Reaktionen ausgelöst. Der Beschluss des Kabinetts kam nach mehrstündiger heftiger Debatte zustande. Damit erfüllt Israel die Bedingung der Palästinenser für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen. Netanjahu warb in den eigenen Reihen um Verständnis für den unpopulären Schritt und sagte, es gebe Momente, in denen man schwierige Entscheidungen zum Wohle des Landes treffen müsse. Doch viele Israelis halten den Beschluss für falsch. So sagt dieser Jerusalemer Einwohner: “Das ist eine schlimme Entscheidung, nicht nur was die Sicherheit betrifft, sondern auch rechtlich. Man sollte Mörder nicht frei lassen, man sollte sie töten.” Ganz anders die Reaktion von den Angehörigen der Gefangenen, die nach mehr als 20 Jahren Haft freikommen sollen. So sagte der Bruder eines Häftlings: “Wir sind voller Freude über die Nachricht, dass die Gefangenen frei kommen. Wir hoffen nur, dass das nicht auf Kosten der palästinensischen Interessen geschieht.” Weil sie genau dies befürchten, gingen in Ramallah und Gaza zahlreiche Palästinenser auf die Straße, um gegen die bevorstehende Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu protestieren.