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Präsidentenwahl in Mali: Hoffnung auf Normalität

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Präsidentenwahl in Mali: Hoffnung auf Normalität

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An die sieben Millionen Malier sind heute dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Nach Putsch, Krieg und Chaos hoffen viele Menschen auf eine Rückkehr zur Normalität. Der Andrang vor den Wahllokalen war Beobachtern zufolge riesig. Viele standen schon Stunden vor der Öffnung Schlange.

In den vergangenen Monaten flohen rund 500.000 Menschen vor den Kämpfen. Da sie keine Wahlkarten haben, ist es fraglich ob sie ihre Stimme abgeben können.

27 Kandidaten bewerben sich um den Präsidentenposten. Der Ex-Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita zählt zu den Favoriten. Er versprach die “Ehre Malis” wiederherzustellen. Auch der ehemalige Finanzminister Soumaila Cissé kann sich Chancen ausrechnen. Falls keiner der Kandidaten über 50 Prozent der Stimmen erhält, kommt es am 11. August zu einer Stichwahl.

Ein Wähler in Timbuktu scheint ungelduldig zu sein: “Es bereitet mir wirklich große Freude zu wählen. Ich möchte einen guten Präsidenten für mein Land. Es ist an der Zeit, dass Mali sich ändert. Ich kann es kaum erwarten, zu wählen.”

Ein halbes Jahr nach der französischen Militärintervention ist die Lage immer noch angespannt. Eine der größten islamistischen Milizen im Norden des Landes drohte mit Anschlägen.