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Barbie vs. Monster High: Verliert die Königin der Puppen ihren Thron?

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Barbie vs. Monster High: Verliert die Königin der Puppen ihren Thron?

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Lange war Barbie die Königin der Puppen, doch mittlerweile muss das Blondchen um ihre Vormachtstellung kämpfen. Hersteller Mattel hat kürzlich einen Einnahmerückgang von 24 Prozent bekannt gegeben – nicht zuletzt aufgrund der rückläufigen Barbie-Verkaufszahlen.

Während Barbie zum Ladenhüter geworden ist, haben die Puppen von Monster High seit ihrer Markteinführung vor drei Jahren rund 500 Millionen US-Dollar eingefahren.

Sie tragen High Heels und Minirock, verziert mit Totenköpfen. Die Botschaft der Designer: Anders auszusehen ist kein Makel.

“Noch vor 20 Jahren waren die Barbie-Puppen etwas für Drei- bis Neunjährige, heute ist die Zielgruppe jünger: zwischen drei und sechs. Bei Monster High waren es erst die Sechs- bis Zehnjährigen, doch auch Fünfjährige erreichen sie inzwischen”, so Jim Silver von Timetoplaymag.com.

Monster High ist eine Modepuppenserie, die Mattel im Juli 2010 auflegte. Die Figuren sind an Charaktere aus Horrorfilmen angelehnt – dass sie anders sind als gewöhnliche Puppen, ist offensichtlich.

Zum Konzept von Monster High gehören bewegte Bilder in TV und Web, inklusive einer Fernsehserie in fünf Folgen.

“Die Kinder wachsen viel schneller heran. Computer gehören zu ihrer Entwicklung. Und die Musik, die sie hören, ist anders. Sie wollen besondere Dinge”, sagt Silver.

Seit die Barbie-Puppe 1959 auf den Markt kam, ist sie Gegenstand von Auseinandersetzungen. Die mittlerweile 54-Jährige hat sich mit der Zeit gewandelt: Einst war sie Pin-Up-Girl, mittlerweile auch Astronautin oder Ingenieurin. Kritiker halten dagegen: Barbies körperliche Proportionen seien unrealistisch, die Puppe für Mädchen ein schlechtes Vorbild.

Zuletzt vor zwölf Jahren sah sich Barbie einer ähnlichen Konkurrenzsituation ausgesetzt wie derzeit. Die Bratz-Puppen hatten der Marktführerin den Kampf angesagt, vom Thron stoßen konnten sie die Königin allerdings nicht.