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Dutzende Tote bei Anschlagsserie gegen Schiiten

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Dutzende Tote bei Anschlagsserie gegen Schiiten

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Der Irak wird von einer Serie von Autobombenanschlägen erschüttert. Bei den insgesamt 17 Explosionen wurden am Montag Morgen mindestens 55 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die Opferzahl könnte weiter steigen. Betroffen waren vor allem schiitische Viertel in Bagdad.

Offenbar sollten möglichst viele Menschen sterben, denn die Tatorte waren belebte Straßen und Märkte – wie in Machmudia, Basra und Kut. Dort gingen die Autobomben in der Nähe von Taxiständen hoch.

Der Polizei zufolge waren die meisten Taten koordiniert.

Wie die Nichtregierunsorganisation Iraq Body Count schätzt. Durch Anschläge kamen im Irak seit Beginn des Jahres an die 4000 Menschen ums Leben. Von ihnen starben allein mehr als 800 im Juli.

Angesichts der wachsenden Gewalt wird befürchtet, der Konflikt zwischen Kurden, der schiitischen Mehrheit und sunnitischen Minderheit könnte sich erneut zuspitzen. Mehrere Jahre lang hatten die Sunniten die überwiegend schiitische Regierung nicht mehr so stark bekämpft.