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Keine Gewaltausbrüche bei Präsidentenwahl in Mali

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Keine Gewaltausbrüche bei Präsidentenwahl in Mali

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Das Auszählen der Stimmen, die bei der Präsidentenwahl in Mali abgegeben wurden, dürfte sich noch etwas hinziehen. Wahlbeobachter sprachen von einem regelrechten Ansturm auf die Urnen. Fast sieben Millionen Wahlberechtigte waren am Sonntag dazu aufgerufen, für einen der 27 angetretenen Kandidaten zu stimmen. Ein Erfolg ist jedoch jetzt schon sicher: Nach der Gewalt der vergangenen Monate verlief der erste Wahlgang überraschend friedlich. Befürchtungen, am Wahltag könne es zu gewaltsamen Übergriffen kommen, haben sich nicht bewahrheitet.

Ein Regierungsmitglied dazu:

“Das ist ein Fortschritt für Mali. Wir brauchen ein demokratisches Parlament und verlässliche Institutionen. Das haben auch Investoren betont. Die Wahl kann uns dabei helfen, Vertrauen zu gewinnen.”

Einer der Favoriten ist der ehemalige Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita. Ihm wird gar ein Wahlsieg im ersten Durchgang zugetraut. Gute Chancen werden außerdem dem früheren Finanzminister Soumaila Cissé vorausgesagt.

Die Abstimmung soll eine Rückkehr zu Demokratie und Frieden in dem westfarikanischen Krisenland einläuten. Im Januar hatten französische Truppen interveniert und dazu beigetragen, die Gewaltherrschaft islamistischer Rebellen im Norden des Landes zu beenden.
Das Ergebnis der Wahl wird am kommenden Freitag erwartet.
Erreicht keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, gibt es am 11. August
eine Stichwahl.