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Spanien gedenkt der Opfer des Zugunglücks

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Spanien gedenkt der Opfer des Zugunglücks

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Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Spanien der 79 Todesopfer des Zugunglücks von Santiago de Compostela gedacht. An dem Requiem in der Kathedrale nahmen auch der aus Santiago stammende Ministerpräsident Rajoy sowie Kronprinz Felipe und dessen Ehefrau Letizia teil. Erzbischof Julian Barrio sprach in seiner Predigt den Hinterbliebenen Trost zu.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Lokführer bei dem Unglück am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof von Santiago seinen Zug in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometer pro Stunde in die Tragödie.

Die Menschen in Santiago trauern gemeinsam mit den Angehörigen der Opfer.

Die Pilgerin Margine Noel aus Frankreich sagt:
“Ich traf einen älteren spanischen Mann und ich fragte ihn, ob er mir ein Kreuz geben kann, damit ich für die Toten beten kann. Das hier ist eine schockierende Situation.”

Rafael Ramon äußert sich zur Schuld des Lokführers:
“Der Richter hat zu entscheiden was mit dem Lokführer geschieht. Ich habe keine Informationen, also kann ich es auch nicht beurteilen. Das können nur diejenigen, die über Beweise verfügen, ich kann das nicht.”

Die Behörden befürchten, dass in den nächsten Tagen noch weitere Opfer ihren Verletzungen erliegen könnten.