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Barclays will Kapital - Börse zeigt kalte Schulter

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Barclays will Kapital - Börse zeigt kalte Schulter

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Die britische Großbank Barclays will mit milliardenschweren Kapitalmaßnahmen das riesige Loch in ihrer Kasse stopfen.

Eine Kapitalerhöhung soll rund 6,7 Milliarden Euro einbringen. Außerdem will die Bank Wandelanleihen verkaufen und ihre Kapitalquote mit Spartenverkäufen und Abschmelzen von Risiken erhöhen.

Die britische Finanzaufsicht PRA hatte bei Barclays kürzlich eine Kapitallücke von acht Milliarden Euro festgestellt.

Die schärferen Eigenkapitalregeln sollen verhindern, dass die Institute noch einmal in Schieflage geraten und mit Steuergeldern gerettet werden müssen – auf dem Höhepunkt der Finanzkrise waren dafür 76 Milliarden Euro aufgebracht worden.

Der bereinigte Vorsteuergewinn der Bank fiel im ersten Halbjahr 2013 um 17 Prozent auf gut 4 Milliarden Euro.

Für Schadensersatzansprüche hatte
Barclays im ersten Halbjahr 2,3 Milliarden Euro zurückgestellt.

In letzter Zeit war die Großbank in eine Reihe von
Bankenskandalen verwickelt, darunter die Manipulation des internationalen Referenzzinssatzes Libor. 2012 wurden knapp 440 Millionen Euro Strafe fällig.

Erste Reaktion an der Börse auf die erbetene Kapitalspritze: Ein Kurssturz um 7 Prozent.

Mit Reuters