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Hasta la vista, Rezession

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Hasta la vista, Rezession

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Jetzt ist es offiziell: Spaniens Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal kaum noch – so wenig wie noch nie seit Beginn der Talfahrt vor zwei Jahren. Das bestätigte die nationale Statistikbehörde.

Allerdings warnen die Ökonomen vor zu großer Euphorie. Sie erwarten eine eher kraftlose Erholung.

Spanien leidet seit Jahren unter den Folgen des geplatzten Immobilienbooms. Die schwache Binnennachfrage wird zum Teil wettgemacht durch mehr Tourismus und Export.

Finanzminister Cristobal Montoro:

“Das ist die Wende in der Wirtschaft. Die Konjunktur erholt sich, stabilisiert unser Wirtschaftswachstum. Das bedeutet neue Arbeitsplätze, eher früher als später.”

Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von April bis Juni zwar bereits das achte Quartal in Folge. Aber nur noch um 0,1 Prozent. Zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent eingebrochen. So nahe an der Nullinie war Spaniens Wirtschaft seit Ende 2011 nicht.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hofft, dass die Rezession in den Sommermonaten ein Ende findet. Ihr Lichtblick: Im zweiten Quartal sank die Arbeitslosigkeit, zum erstenmal seit zwei Jahren.

Aber immer noch sind fast sechs Millionen Spanier ohne Job – mehr als 26 Prozent. Und halten ihre Geldbeutel fest unter Verschluss.

Mit Reuters