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Bedrückende Abschiedsszenen bei Trauerfeier in Pozzuoli

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Bedrückende Abschiedsszenen bei Trauerfeier in Pozzuoli

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Italien trauert. Familienangehörige und Freunde der Opfer des tragischen Busunglücks vom Sonntag haben sich am Vormittag in der Sporthalle von Pozzuoli zum Trauergottesdienst versammelt, um Abschied zu nehmen. Die Verzweiflung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Die Särge standen aufgereiht vor dem Altar und waren reichlich mit Blumen geschmückt. Viele Angehörige blieben während der gesamten Zeremonie neben den Särgen sitzen und spendeten einander Trost.
Unter den etwa vier Taused Trauergästen waren Ministerpräsident Enrico Letta und weitere italienische Spitzenpolitiker. Zu Beginn der Trauerfeier wurden die Namen aller Opfer verlesen.

Bei der Tragödie am Sonntag waren 38 Menschen zu Tode gekommen und mindestens 10 weitere schwer verletzt worden.

“Ich glaube ein Reifen platzte. Dann gab es Funken, es brannte im Inneren. Der Bus konnte nicht anhalten. Er fuhr sehr schnell und dann stürzten wir ab“ schildert eine Überlebende den Unfall.

Der Bus mit großem Tempo in ein Stauende gerast und hatte mehrere Autos gerammt. Dann durchbrach er die Leitplanke und stürzte in die Tiefe. Die Unglücksursache ist noch unklar, vieles deutet aber auf einen technischen Defekt hin. Dennoch soll auch die Leiche des Busfahrers obduziert werden, um zu ermitteln, ob möglicherweise Drogen oder Alkohol im Spiel waren.