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Lokführer telefonierte während des Zugunglücks in Spanien

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Lokführer telefonierte während des Zugunglücks in Spanien

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Der Lokführer des in Nordspanien verunglückten Zuges hat zum Zeitpunkt des Unfalls telefoniert.
Die staatliche Eisenbahngesellschaft Renfe habe ihn zwecks Absprachen zur Fahrt angerufen. Das habe die Auswertung der Blackbox des Hochgeschwindigkeitszuges ergeben, so ein Gericht in Galicien. Nach ersten Ermittlungsergebnissen fuhr der 52-Jährige Francisco José Garzón den Zug kurz vor der Tragödie mit einer Geschwindigkeit von 190 Kilometer pro Stunde in eine Tempo 80 Zone. Er habe plötzlich die Unglückskurve gesehen und gebremst, doch der Zug sei noch mit mehr als 150 Kilometer in der Stunde aus den Schienen gesprungen.
Bei dem schwersten Zugunglück in Spanien seit 40 Jahren kamen 79 Menschen ums Leben. Nach Angaben der Behörden befinden sich noch 15 Verletzte im kritischen Zustand im Krankenhaus. Der Lokführer muss sich wegen fahrlässiger Tötung in 79 Fällen vor Gericht verantworten.