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Afghanistan: Mehr Frauen und Kinder unter Beschuss

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Afghanistan: Mehr Frauen und Kinder unter Beschuss

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In Afghanistan hat sich die Lage der zivilen Bevölkerung in den vergangenen Monaten erstmals wieder deutlich verschlechtert. In der ersten Jahreshäfte gab es über ein Fünftel mehr Tote und Verletzte als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Vor allem Frauen und Kinder stehen unter wachsendem Beschuss. Die meisten Anschläge werden dort verübt, wo sich ausländische Truppen zurückziehen.

Den Vereinten Nationen zu Folge verwenden Regierungsgegner mehr und mehr improvisierte Sprengsätze – genannt IED, die dann in belebten Gegenden wie auf Märkten, viel befahrenen Straßen und anderen Plätzen zum Einsatz kommen.

Für etwa drei Viertel aller Toten und Verletzten machen die Vereinten Nationen die Taliban verantwortlich, für jedes zehnte Opfer ausländische und afghanische Sicherheitskräfte.

Die Übergriffe verstärken Zweifel an der Zukunft Afghanistans. Bis zum Ende nächsten Jahres verlassen die meisten ausländischen Truppen das Land.