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Angst vor Wahlbetrug am Wahltag in Simbabwe

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Angst vor Wahlbetrug am Wahltag in Simbabwe

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Simbabwe wählt – ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten – oder wird es doch wieder “der alte”? Der bisherige Machthaber Robert Mugabe ist seit 33 Jahren im Amt. Er versicherte, das Ergebnis dieses Mal anzuerkennen. Als er 2008 drohte “entthront” zu werden, hielt er mit Gewalt an seinem Posten fest.
Die Opposition ist deshalb skeptisch.
Mugabes Herausforderer ist Morgan Tsvangirai, der gegenwärtige Ministerpräsident. Der 61-Jährige tritt bereits zum dritten Mal gegen den Veteranen im Amt an.

Morgan Tsvangirai:

“Es ist ein emotionsgeladener Moment, all diese Leute zu sehen. Nach den vielen Konflikten, Verdächtigungen und Feindseligkeiten habe ich den Eindruck, dass nun etwas Ruhe einkehrt und Simbabwe endlich eine Chance hat, weiter zu kommen.”

Seinen Wählern verspricht Tsvangirai, ausländische Investoren ins Land zu holen und Simbabwe aus der Krise zu führen.

Vielerorts standen die Menschen Schlange, um ihre Stimme abzugeben.

Die Opposition befürchtet Wahlbetrug.
Wahlbeobachter wurden nur aus China, Russland, Iran und Afrika zugelassen. Westlichen Vetretern wurde der Zugang verwehrt.
Insgesamt sind rund sechseinhalb Millionen Wähler berechtigt, heute ihre Stimme abzugeben. Das offizielle Ergebnis soll spätestens fünf Tage nach der Wahl bekannt gegeben werden. Erreicht keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, findet am 11. September eine Stichwahl statt.