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Baroness Ashton: "Mursi geht es gut"

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Baroness Ashton: "Mursi geht es gut"

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In der Nacht zum Mittwoch sind erneut mehrere Tausende Mursi-Anhänger in Kairo auf die Straßen gegangen. Eine Gruppe zog zum Verteidigungsministerium, das jedoch weiträumig abgesperrt war, eine andere zu den Botschaften Saudi Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Muslimbrüder werfen den Golfstaaten vor, die Absetzung Mursis unterstützt zu haben.

“Heute sind wir für unsere Märtyrer, die während des Militärputsches getötet wurden, auf die Straße gegangen und haben jenen unseren Respekt erweisen, die für die Freiheit und Würde unseres Volkes ihr Blut geopfert haben”, sagt ein Mursianhänger.

Seit Wochen protestieren die Anhänger der Muslimbruderschaft gegen die Absetzung Mursis. Bei Auseinandersetzung mit den Sicherheitskräften waren am vergangenen Wochenende 80 Islamisten getötet worden.

“Wie können Amerika und Europa im 21. Jahrhundert einen Militärputsch unterstützen, bei dem die Revolution und die Freiheit getötet und das demokratische Experiment beendet wurden. Wenn die Freiheit getötet wird und die Demokratie vor den Islamisten verschlossen, dann bleiben nur Terror und Extremismus”, klagt einer der Anführer der Bruderschaft, Safwat Hejazi.

Die EU-Außenbeauftragte Baroness Ashton traf den internierten Ex-Präsidenten Mursi. Ein Treffen mit Mursi hatte sie zur Bedingung für ihren Besuch in Kairo gemacht. Es gehe ihm gut, berichtete Baroness Ashton, nach der Begegnung, zu der sie mit einem Hubschrauber geflogen wurde. Vizepräsident Mohammed ElBaradei, den Ashton im Rahmen ihrer Vermittlungsmission traf, bekräftigte, dass die neuen Machthaber zum Dialog mit der Muslimbruderschaft bereit seien. Für Mursi gebe es allerdings kein Platz.