Eilmeldung

Eilmeldung

In Haftzelle vergessen: US-Student erhält Entschädigung in Millionenhöhe

Sie lesen gerade:

In Haftzelle vergessen: US-Student erhält Entschädigung in Millionenhöhe

Schriftgrösse Aa Aa

Eine peinliche Panne wird das US-Justizministerium Millionen kosten: Bei einer Razzia nahmen Dogenfahnder den Studenten Daniel Chong zusammen mit acht weiteren Verdächtigen fest. Beim Verhör konnte dem Studenten nichts nachgewiesen werden. Er sollte ursprünglich nur wenige Minuten in einer Zelle warten, doch dort vergaßen ihn die Beamten. Chong blieb vier Tage lang eingesperrt – ohne Nahrung oder Wasser.

Er habe schreiend gegen die Tür geschlagen. Er habe seine Schnürsenkel durch den Türschlitz geschoben, um durch Zeichen auf sich aufmerksam zu machen, erinnert sich Chong. Vergebens.

Am Dienstag einigten sich die US-Drogenvollzugsbehörde und Chongs Anwälte auf eine Entschädigungszahlung von rund drei Millionen Euro.

Jemand müsse für das Geschehene zur Verantwortung gezogen werden, damit angemessene Sanktionen folgten, forderte der Anwalt Eugene Iredale.

Nachdem die Polizei Chong schließlich aus der Zelle befreite, musste der Student mehrere Tage lang im Krankenhaus behandelt werden. Er war dehydriert, litt unter Nierenversagen, hatte Krämpfe und Schäden an der Speiseröhre.