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Kongo: Ultimatum für die Rebellen in Goma

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Kongo: Ultimatum für die Rebellen in Goma

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Die UN-Truppen in der Demokratischen Republik Kongo machen ernst. Die Blauhelme haben eine Sicherheitszone rund um die Stadt Goma im Osten des Landes eingerichtet. In Goma haben Kämpfer der M23-Bewegung die Kontrolle übernommen. Die UNO forderte nun, dass bis Donnerstag 16 Uhr alle Personen, die Schusswaffen tragen, sich den Blauhelmen stellen. Gleichzeitig appellierten die Vereinten Nationen und die USA an Ruanda, die Rebellen nicht mehr mit Waffen zu unterstützen oder ihnen Rückzugsräume zu bieten.
Die Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo wird von der UNO als besonders dramatisch eingeschätzt. Die Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen erklärte, dass besonders Frauen und Kinder unter dem Konflikt leiden.

Fatoumata Lejeune-Kaba, Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen:
“Seit dem 14. Juli sind etwa 6000 bis 7000 Menschen vor den Kämpfen in Goma geflohen. Die Mehrheit der Flüchtlinge sind Frauen, Kinder und kleine Jungs, die vor der Zwangsrekrutierung fliehen. Die Vertriebenen finden in Schulen und Kirchen im Norden Gomas Unterschlupf.”

Insgesamt sollen mehr als 66 000 Menschen aus der Krisenregion ins Nachbarland Uganda geflohen sein, darunter 2000 schwangere Frauen, wie das Rote Kreuz mitteilte.
Kindern droht in der Region die Verschleppung, Frauen die Vergewaltigung.