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Robert Mugabe: Simbabwes ewiger Präsident regiert mit eiserner Hand

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Robert Mugabe: Simbabwes ewiger Präsident regiert mit eiserner Hand

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Auch mit 89 Jahren hat Robert Mugabe nichts an Energie verloren. Am 5. Juli wandte er sich an die Angänger der ZANU-PF Partei. Nach 33 Jahren an der Macht ist er immer noch wie gewohnt angrifftslustig und antikolonialistisch.

Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe:
“Wagt einen verheerenden und vernichtenden Kampf. Es soll der Kampf unseres Lebens werden.”

Der politische Kampf des Robert Mugabe begann in den 1960er Jahren. Mit 36 Jahren trat er in die nationale demokratische Partei ein. Unter dem weißen Regime von Ian Smith war sie allerdings verboten. Zu dieser gehörte Zimbabwe noch zu Rhodesien. Auch Robert Mugabe hat 1979 das Lancaster-House- Abkommen unterschrieben. Es beeinhaltet die Freiheit und Unabhängigkeit der ehemaligen britschen Kolonie und eine demokratische Verfassung.

Nach der Unabhängigkeit Simbabwes wurde aus Salisbury wieder Harare. Mugabe gewann unter Beobachtung der Engländer die Wahlen und wurde Ministerpräsident.

Er versöhnte sich mit seinem Gegner, dem Chef der ZAPU Partei, Joshua Nkomo. Mugabe schloß die beiden Parteien zusammen, änderte 1987 die Verfassung, um ein präsidiales Regime zu etablieren. Seitdem hat Mugabe alle Wahlen gewonnen, aber immer unter dem Verdacht des Wahlbetruges. Seine Zeit an der Macht hat ihm viel Bewunderung eingebracht. Viele sehen ihn als klugen politischen Taktierer.
Kritiker schmähen ihn als durchtrieben und rücksichtslos. Vor 13 Jahren nahm er die kommerziellen Farmen der Weißen in seinen Besitz und er mißbraucht die Politik zur Kontrolle von Minen und Banken.

Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe:
“Die Menschen werden mit mehr Eigenverantwortung an der Politik und den wirtschaftlichen Entwicklungen beteiligt. Das ist das souveräne Recht der einheimischen Bevölkerung von Simbabwe.”

Großbritannien, die USA und andere westliche Länder gehören zu seinen bevorzugten Gegnern. Die verhängten Sanktione wegen Wahlbetrugs und Menschenrechtsverletzungen lähmen das Land. Aber Mugabe zeigt keine Anzeichen daran etwas zu ändern, wie die Verfolgung von Homosexuellen zeigt.

Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe:
Ihr habt nicht das Recht andere Männer oder Frauen zu heiraten. Diese Freiheit wird es hier nicht geben.”

Es gibt Gerüchte über seinen schlechten Gesundheitszustand und einer Krebserkrankung. Die Regierung in Harare erklärt seine häufigen Besuche in Singapur dagegen mit einer Augenbehandlung.