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Überraschung bei Präsidentschaftswahl in Mali

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Überraschung bei Präsidentschaftswahl in Mali

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Nach Auszählung eines Drittel der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in Mali liegt der frühere Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita klar in Führung. Seine Anhänger erwarten, dass, der 68-jährige bereits im ersten Wahlgang die 50-Prozent-Hürde nimmt.

Bis Freitag mus das Verwaltungsministerium ein Endergebnis vorlegen: “Der Vorsprung ist bedeutend. Wenn sich dieser Vorsprung bestätigt, wird es keine Stichwahl geben. Dennoch bereiten wir alles dafür vor, damit wir am 11. August einen zweiten Wahlgang durchführen können”, betont Verwaltungsminister Oberst Moussa Sinko Coulibaly.

Keitas Gegenkandidaten wollen einen Wahlsieg bereits im ersten Wahlgang nicht akzeptierten. Auf dem 2. Platz liegt der frühere Finanzminister Soumaila Cissé. Er gehört wie zwei weitere Kandidaten der FDR an, die vor einem Jahr gebildet worden war, um gegen die Militärjunta zu opponieren. Sie bemängelten Manipulationen und forderten einen zweiten Wahlgang. Spitzenreiten Keita bezeichneten sie als Wunschkandidaten Frankreichs und der Weltmächte. Die Wahlbeteiligung lag vor allem im Süden deutlich über dem historischen Rekord von 40 %. Im krisengeschüttelten Norden, dem Siedlungsgebiet der Tuareg, lag die Wahlbeteiligung jedoch deutlich niedriger.