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Wahltag in Simbabwe: Opposition befürchtet Manipulation

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Wahltag in Simbabwe: Opposition befürchtet Manipulation

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Simbabwe wählt. Mancherorts heißt das Schlange stehen vor den Wahllokalen. Eine neuer Präsident und ein neues Parlament sollen her. Der bisherige Machthaber Robert Mugabe – seit 33 Jahren im Amt – versicherte dieses Mal, das Ergebnis anzuerkennen.

Ein Wähler:

“Ich wünsche mir einen Präsidenten, der für Jobs sorgt, unsere Chancen und die Situation hier verbessert.”

Der 89-jährige Mugabe ist seit 1980 im Amt. 2008 wurde es eng für ihn, doch er hielt sich mit Gewalt an der Macht. Die Opposition ist deshalb skeptisch gegenüber seinem Versprechen, sich dieses Mal an die Spielregeln zu halten.
Sein Herausforderer ist Morgan Tsvangirai, der gegenwärtige Ministerpräsident. Der 61-Jährige tritt bereits zum dritten Mal gegen Mugabe an. Seinen Wählern verspricht er, ausländische Investitionen ins Land zu holen und Simbabwe aus der Krise zu führen.
Doch er und seine Anhänger befürchten Wahlbetrug.
Wahlbeobachter wurden nur aus China, Russland, Iran und Afrika zugelassen. Westlichen Vetretern wurde der Zugang verwehrt.
Insgesamt sind rund 6,4 Millionen Wähler berechtigt, heute ihre Stimme abzugeben. Für den Präsidenten und die 210 Mitglieder des Parlaments. Das offizielle Ergebnis soll spätestens fünf Tage nach der Wahl verkündet werden.
Kann keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit für sich verbuchen, gibt es am 11. September eine Stichwahl.