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Westen befürchtet neues Blutbad in Ägypten

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Westen befürchtet neues Blutbad in Ägypten

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In Ägypten will die Übergangsregierung zwei Protestcamps räumen lassen. Sie ermächtigte das Innenministerium, die demonstrierenden Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu vertreiben. Begründung: Die Dauerproteste bei einer Moschee und vor der Universität in Kairo bedrohten die innere Sicherheit.

Die Anhänger der Muslimbrüder protestieren, seitdem die Armee den demokratisch gewählten Präsidenten Anfang Juli stürzte. Sie wollen erst aufhören, wenn Mohammed Mursi wieder im Amt ist.

Nach dem Kabinettsbeschluss wächst die Sorge vor einem neuen Blutvergießen, wenn die Polizei gewaltsam gegen die Dauerproteste vorgeht. Erst am vergangenen Samstag eskalierte die Situation zum zweiten Mal, als das Militär mindestens 80 Mursi-Anhänger tötete.

Seitdem bemühen sich USA und EU verstärkt um eine Vermittlung im Konflikt.