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Esst mehr Tsatsiki

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Esst mehr Tsatsiki

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Souvlaki, Tsatsiki, Pastitsio, Moussaka – all diese griechischen Gaumenfreuden sind seit Anfang August billiger – vorausgesetzt, man nimmt sie an hellenischen Gestaden ein. Der griechische Staat senkt in der Gastronomie die Mehrwertsteuer von 23 Prozent auf 13 Prozent. Die Troika ist einverstanden. Es ist die erste Steuersenkung in Griechenland seit Beginn der Krise.

Wirtschaftswissenschaftler Professor Panayotis Petrakis:

“Entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahme ist, dass Gastwirte wirklich die Preise senken. So eine steuerliche Kürzung hat es in Griechenland in den letzten drei Jahren nicht gegeben.”

Das Tsatsiki-Konjunkturprogramm ist befristet. Essen in Restaurants soll dadurch im Schnitt um 8 Prozent billiger werden. Wenn nicht, warnte Regierungschef Antonis Samaras, langt der Staat wieder zu wie zuvor.

Nikos Koutouzis, Restaurant-Besitzer:

“Das eigentliche Problem ist ja, dass die meisten Griechen sich Essen außer Haus überhaupt nicht mehr leisten können – ein oder zwei Euro Steuern weniger hin oder her.”

Ein Restaurantbesucher:

“Das ist gut für uns Kunden, gut für den Tourismus. Insgesamt ist es gut für die griechische Wirtschaft.”

Stamatis Giannisis, euronews:

“Wenn es nicht funktioniert so wie erwartet und die Preise bleiben, wo sie sind, holt die Regierung ihre Politik zurück und die Mehrwertsteuer steigt am 1. Januar 2014 wieder auf 23 Prozent.”

Mit dpa