Eilmeldung

Eilmeldung

Konfrontationskurs: Mursi-Anhänger sollen verschwinden

Sie lesen gerade:

Konfrontationskurs: Mursi-Anhänger sollen verschwinden

Schriftgrösse Aa Aa

Die ägyptische Übergangsregierung hat am Mittwoch angedeutet, die beiden Protestcamps der Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo zu räumen. Die Dauerproteste der Islamisten bei einer Moschee in der Vorstadt Nasr City sowie vor der Universität Kairo seien eine “Gefahr” für die Öffentlichkeit.

“Gewaltanwendung zur Beendigung unsere Proteste bedeutet, Tausende zu töten. Das heißt, die ägyptischen Streitkräfte haben vergessen, dass ihre Aufgabe darin besteht, die Grenzen Ägyptens zu verteidigen und nicht seine Bürger zu töten”, betont einer der Führer der Muslimbruderschaft, Mohamed El-Beltagy.

Die Muslimbrüder bekräftigten, dass sie ihre Proteste solange fortsetzen wollen, bis Mursi wieder als Präsident eingesetzt worden ist.

“Wir ignorieren die Erklärungen des Innenministeriums oder des Außenministeriums. Und wir scheren uns nicht darum, was die Amerikaner oder Europäer wollen. Mich interessiert, dass wir hier ausharren und so Gott will, werden wir siegen”, sagt Demonstrant Said El-Mistakawi.

Allein am vergangenen Wochenende waren 80 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen Mursi-Anhängern und Sicherheitsorganen getötet worden. Auch für den morgigen Freitag rief die Bruderschaft wieder zu einem “Marsch der Millionen” gegen die neue Regierung auf.