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Rajoy zu Finanzskandal: Ich habe einen Fehler gemacht

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Rajoy zu Finanzskandal: Ich habe einen Fehler gemacht

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Er sei aus freien Stücken ins Parlament gekommen, um alle Zweifel hinsichtlich der Korruptionsvorwürfe gegen seine Partei und ihn selbst auszuräumen. Er wolle für Transparenz sorgen, sagte Spaniens Ministerpräsident Rajoy vor den Abgeordneten. Die Version, die Opposition habe ihn regelrecht gezwungen, sei falsch. Die hatte seit Wochen eine Erklärung gefordert. Nun ist er dem Aufruf gefolgt. Der Skandal betreffe ihn nicht persönlich, beteuerte er eingangs.

Mariano Rajoy, Spaniens Ministerpräsident räumte ein, “ich möchte dem Abgeordnetenhaus sagen: Ich habe einen Fehler gemacht. Den Fehler, einer Person zu vertrauen, die sich als nicht vertrauenswürdig erwiesen hat.”

Mit besagter Person ist der ehemalige Schatzmeister von Rajoys konservativer Volkspartei PP gemeint, der wegen Korruptionsverdachts seit Juni in U-Haft sitzt: Luis Bárcenas. Er ist es, der nun behauptet, auch Rajoy habe sich reichlich aus schwarzen Kassen der Partei bedient – aus Töpfen, die von Unternehmern gefüllt worden waren, um im Gegenzug beispielsweise öffentliche Aufträge zu erhalten.
Rajoy bestreitet die Vorwürfe. Nachdem er sich wochenlang geweigert hatte, dem Parlament Rede und Antwort in dieser Angelegenheit zu stehen, spricht er heute erstmals doch vor den Abgeordneten.