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Machtkampf am Nil: Westerwelle wirbt für Dialog

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Machtkampf am Nil: Westerwelle wirbt für Dialog

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Die Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wollen heute erneut in großer Zahl auf die Straße gehen. Sie demonstrieren nicht nur gegen Mursis Entmachtung sondern auch gegen die angekündigte Räumung ihrer Protestcamps. Die Polizei forderte sie dazu auf, die Lager umgehend zu verlassen.

Ein Mursi-Anhänger sagte: “Der Innenminister will nicht die volle Verantwortung übernehmen, für das was passiert. Die Mächtigen sind sich nicht einig. All jene, die an dem Coup teilgenommen haben, streiten untereinander. Sie werden nicht in der Lage sein, das Sit-in vor der Rabea-Al-Adawija-Moschee zu beenden.” Auch ein anderer Demonstrant scheint fest entschlossen zu sein: “Sie haben den Präsidenten des wichtigsten arabischen Landes entführt. Wie konnte es dazu kommen? Das ist ein Verbrechen! Ich werde an dem Sit-in teilnehmen, bis der Präsident freigelassen wird.”

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat sich in Kairo mit der neuen Führung getroffen. Er will alle Konfliktparteien davon überzeugen, in einen Dialog einzutreten und auf Gewalt zu verzichten.Den Ex-Präsidenten Mursi durfte er nicht besuchen.