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Menschenrechtler wollen Abliasow-Abschiebung verhindern

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Menschenrechtler wollen Abliasow-Abschiebung verhindern

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Frankreich will Muchtar Abliasow, einen ehemaligen kasachischen Oppositionspolitiker und früheren Bankenchef, voraussichtlich abschieben. Kasachstan, die Ukraine und Russland verlangen die Auslieferung des 50-Jährigen, dem in seiner Heimat die Unterschlagung von umgerechnet rund fünf Milliarden Euro vorgeworfen wird.

“Wir haben versucht, die Motive dieser politischen Verfolgung darzustellen. Dies ist ein persönlicher Rachefeldzug von Präsident Nasarbajew gegen Abliasow, der in Kasachstan das Ausmaß einer politischen Unterdrückung angenommen hat”, sagte eine Aktivistin.

Abliasow war am Mittwoch in Südfrankreich festgenommen worden.
Menschenrechtsorganisationen wollen eine Abschiebung verhindern. Sie argumentieren, Abliasow müsse in Kasachstan Folter und einen ungerechten Gerichtsprozess fürchten.

Zwischen Frankreich und Kasachstan besteht zwar kein Auslieferungsabkommen, doch Menschenrechtler gehen davon aus, dass Abliasow bei einer Abschiebung in eine andere ehemalige Sowjetrepublik unverzüglich den kasachischen Behörden übergeben werden würde.