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Snowden plant neues Leben in Russland

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Snowden plant neues Leben in Russland

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Nach wochenlangem Hin und Her hat der Whistleblower Edward Snowden den Moskauer Flughafen Scheremetjewo verlassen. Er erhielt ein vorläufiges Asyl in Russland. Mit der Enthüllung geheimer Spähprogramme des US-Geheimdienstes NSA hatte er weltweit für Aufsehen gesorgt.

Sein Anwalt Anatoli Kutscherena sagte, Snowden halte sich an einem sicheren Ort auf. Zunächst will er offenbar in Russland bleiben. “Ich habe Briefe von Menschen erhalten, die ihn sehr gerne einstellen würden. Das wird also kein Problem sein. Er wird arbeiten müssen, denn er ist nicht reich und er hat in den vergangenen Wochen in der Transitzone Geld ausgegeben, vor allem für Essen. Er weiß, dass er arbeiten muss, um ein Leben führen zu können. Edward hat mir versichert, dass er nicht vorhat, weitere Dokumente zu veröffentlichen, die der US-amerikanischen Regierung schaden könnten. Aber er hat mir auch gesagt, dass er vorher, als er in Hongkong war, Journalisten Material gegeben hat.”

Die USA suchen den 30-Jährigen wegen Geheimnisverrats und verlangen seine Auslieferung. Das lehnt Russland strikt ab. Viele Amerikaner sind zwiegespalten. Eine Passantin in New York sagte: “Von dem, was ich gelesen habe, weiß ich, dass er einen Eid geschworen hat. Er hat dennoch Geheimnisse verraten, das befürworte ich nicht. Gleichzeitig ist es wichtig, sich zu Wort zu melden, wenn man denkt, das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, auch im eigenen Land.”