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Spanien: Schaffner des Unglückszugs wird vernommen

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Spanien: Schaffner des Unglückszugs wird vernommen

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Spanien: Schaffner des Unglückszugs wird vernommen

Er habe sich zu keinem Zeitpunkt schuldig gefühlt, sagt der Schaffner des spanischen Unglückszugs auf dem Weg ins Gericht. Der Hintergrund: Der Schaffner war es, der den Lokführer Sekunden vor der Katastrophe anrief.

Zunächst war unbekannt, von wem der Anruf gekommen war, der den Lokführer ablenkte. Erst diese Woche brachte der Fahrtenschreiber Klarheit; dann gaben beide Männer den Anruf zu, bei dem es um die Einfahrt in einen späteren Bahnhof ging.

Das Unglück hatte sich bei der Einfahrt in die Stadt Santiago de Compostela ereignet. Der Zug raste dort viel zu schnell in eine Kurve; alle Waggons entgleisten, 79 Menschen kamen ums Leben. Es war das schwerste Zugunglück in Spanien seit Jahrzehnten. Bisher muss sich nur der Lokführer wegen fahrlässiger Tötung verantworten.