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Gazastreifen leidet unter neuem Machtwechsel in Ägypten

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Gazastreifen leidet unter neuem Machtwechsel in Ägypten

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Die Ereignisse in Ägypten wirken sich auch auf die Nachbarn im palästinensischen Gazastreifen aus. Dort regieren die Islamisten der Hamasbewegung, die eng mit der Moslembruderschaft in Ägypten verbunden sind.

Die neuen Machthaber in Ägypten stehen den Islamisten auf beiden Seiten aber feindlich gegenüber. Das Verhältnis ist abgekühlt, die Blockade durch Israel entfaltet im Gazastreifen wieder ihre Kraft.

“Kein palästinensischer Fischer kann hinüber nach Ägypten”, sagt einer ihrer Vertreter. “Wir fischen quasi in einem
Teich – wegen der Blockade, und weil die Ägypter uns nicht durchlassen. Ihre Schiffe jagen uns.”

Das ist schlecht für die Fischer, die kein Geld verdienen – und schlecht für ihre Kunden, die keinen Fisch bekommen. “Man kann nur auf sechs Meilen hinaus auf See”, sagt ein Fischverkäufer, “und es gibt zuwenig Treibstoff. Wie sollen die Fischer fischen? Es gibt nicht viel Fisch, und er ist teuer. Die Leute können sich das nicht leisten.”

Israel und die Hamas stehen sich feindlich gegenüber. Die seit Jahren währende israelische Blockade soll verhindern, dass zum Beispiel Waffen in den Gazastreifen gelangen. Auch Benzin oder Zement sind dadurch aber Mangelware. Die Grenze nach Ägypten ist nun wieder weitgehend geschlossen; selbst die Schmugglertunnel, früher noch der einzige Ausweg, sind abgeriegelt.