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Irans neuer Präsident weckt Hoffnungen

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Irans neuer Präsident weckt Hoffnungen

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Der moderate Kleriker Hassan Ruhani wird heute als neuer iranischer Präsident vereidigt. Vor der Zeremonie im Teheraner Parlament räumt der bisherige Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad nach acht Jahren das Präsidentenamt. Einem iranischen Experten zufolge steht Ruhani nach der Ära Ahmadinedschad vor einem politischen Scherbenhaufen.

In der Tat steht Ruhani, der am Samstag von dem obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei bestätigt wurde, vor einer Herkulesaufgabe. Wirtschaftskrise, Atomstreit mit dem Westen, internationale Sanktionen, Angriffsdrohungen aus Israel und vieles mehr gehören zu den Problemen, die der 64-Jährige angehen muss. Ruhani versprach den Iranern immer ehrlich zu sein, sagte aber auch, dass er nicht alles kurzfristig umsetzen könne.

Eine Passantin in Teheran meinte: “Unsere Forderungen an den neuen Präsidenten sind mehr soziale Freiheiten, vor allem für Frauen.” Ein Mann fügte hinzu: “Ich erwarte von Ruhani, dass er für wirtschaftliche Sicherheit sorgt, Jobs schafft und den Weg für mehr Auslandsinvestitionen frei macht.”

Ruhani ist trotz der Probleme nach eigenen Worten zuversichtlich. Er will mit einem moderaten Kurs das Land zu Wohlstand und Fortschritt führen und den Iran mit der Welt wieder versöhnen.