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Mugabe siegt: Simbabwe droht Chaos

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Mugabe siegt: Simbabwe droht Chaos

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Die internationale Gemeinschaft hat Zweifel an dem Erdrutschsieg von Amtsinhaber Robert Mugabe bei der Präsidentenwahl in Simbabwe. Nach Berechnungen der nationalen Wahlkommission in Harare hat der 89-Jährige mit 61 Prozent der Stimmen die erforderliche absolute Mehrheit erreicht.

Doch sein Wahlsieg wird überschattet von Vorwürfen, Mugabe und seine Partei hätten die Abstimmung manipuliert. Sein wichtigster Herausforderer Ministerpräsident Morgan Tsvangirai sprach von einer “Farce”. Der 61-Jährige will die Wahlen vor Gericht anfechten. Tsvangirai sagte auf einer Pressekonferenz: “Die Menschen hier sind diszipliniert. In einem anderen Land würden sie vielleicht Gebäude niederbrennen. Aber wir werden das nicht machen, denn wir wissen, dass wir diese Krise nicht mit Gewalt lösen wollen.”

Bei Unruhen nach der heftig umstrittenen Wahl 2008 waren rund 200 Menschen getötet worden. Für die Gewalt wurden vor allem Schlägerbanden und Sicherheitskräfte Mugabes verantwortlich gemacht.