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Weiter Wirbel um deutsche Doping-Enthüllungen

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Weiter Wirbel um deutsche Doping-Enthüllungen

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Die Enthüllungen über systematisches Doping in der ehemaligen Bundesrepublik sorgen weiter für Wirbel. Bundesinnenministerium und Deutscher Olympischer Sportbund forderten die Veröffentlichung der entsprechenden Studie der Berliner Humboldt-Universität. Darin sprechen die Forscher um Professor Giselher Spitzer von staatlich subventionierter Doping-Forschung:

“Der Staat hat Forschungen finanziert mit Mitteln, die für Dopingzwecke geeignet waren, so dass man anschließend den Sportverbänden das vermitteln konnte. Das haben wir festgestellt und können es auch erhärten.”

Es geht u.a. um Anabolika und Blutdoping mit EPO, und es geht um die Frage, wer Alles in die Dopingmachenschaften verstrickt war. Michael Vesper vom Deutschen Olympischen Sportbund nannte Vieles, was jetzt zu lesen ist, nicht neu, und:

“Es gab offensichtlich Forschungsvorhaben von Medizinern, die durch das BISp, das Bundesinstitut für Sportwissenschaft, aus Steuergeldern gefördert wurden. Aber das kann man sicherlich nicht mit einem “Doping-Top-Down”, also von der Spitze des Staates verordnet, vergleichen.”

Trotzdem hätten etliche Politiker von Doping gewusst, es zumindest geduldet und die Sportmedizin sogar unter Druck gesetzt, so die Süddeutsche Zeitung. Ex-Innenminster Hans-Dietrich Genscher stritt bereits jegliche Mitwisserschaft ab.