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Botulismus-Gefahr: Fonterra ruft Milchprodukte zurück

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Botulismus-Gefahr: Fonterra ruft Milchprodukte zurück

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Der neuseeländische Lebensmittel-Konzern Fonterra hat mit Bakterien verunreinigte Milchprodukte vom Markt genommen. Diese könnten Botulismus auslösen – eine Vergiftung, die Nervenschädigungen zur Folge haben kann.
Für Kritik auf höchster politischer Ebene sorgte, dass das Unternehmen erst am Samstag über die Verunreinigungen aufklärte, obwohl es sich um Erzeugnisse handelt, die bereits im Mai 2012 hergestellt wurden.

“Man muss erwarten können, dass das Unternehmen vorsorgliche Schritte einleitet und Produkte vorerst zurückruft, wenn es auffällige Tests gibt. Warum das nicht früher geschehen ist, müssen die Verantwortlichen jetzt erklären”, sagte Premierminister John Key.

Die verunreinigten Produkte seien insbesondere nach Australien und in asiatische Länder verkauft worden, teilte das Unternehmen mit. China ist der größte Abnehmer von Fonterra-Exporten.

“Bisher haben keine Verbraucher von gesundheitlichen Beschwerden berichtet. Wir haben unseren Händler aufgefordert, eine Untersuchung einzuleiten, um Informationen zu sammeln”, so Yang Jie von der “Hangzhou Wahaha Group”.

China war 2008 von einem Lebensmittelskandal um mit Melamin verseuchte Babynahrung erschüttert worden. Im Zuge dessen starben sechs Kinder, rund 300.000 Säuglinge mussten mit Nierenschäden behandelt werden.