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Erste Bulette der Welt im Labor gezüchtet

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Erste Bulette der Welt im Labor gezüchtet

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Es ist die teuerste Bulette der Welt – und dabei musste noch nicht einmal ein Rind gefüttert werden. Nur ganz am Angang standen ein paar Muskelzellen vom Rind, den Rest erledigten Forscher von der Universität im holländischen Maastricht im Labor. Die Wissenschaftler sehen darin eine Lösung für künftige Nahrungsmittelprobleme auf der Welt.

Die Fleischherstellung sei an der Obergrenze angelangt, sagt Mark Post, der Leiter der Forschungsgruppe. Der wachsende Bedarf an Fleisch und Fisch für die nächsten vierzig Jahre könne nicht mehr gedeckt werden. Diese neue Methode der Fleischherstellung sei ethisch verantwortlich und umweltfreundlich.

Aus einigen wenigen Muskelzellen wurden im Labor Milliarden, daraus dann Muskelfasern, und zwanzigtausend dieser Fasern bildeten nun die Bulette. Salz, Eipulver und Semmelbrösel waren wegen der Konsistenz ebenfalls dabei, für das Auge kamen noch Rote-Bete-Saft und Safran dazu.

Bei einer Pressekonferenz in London wurde die so erschaffene Bulette nun verkostet. Die Tester zeigten sich angetan; gewöhnungsbedürftig war offenbar nur ein etwas trockener, weil fettloser Eindruck.

Ach so: Und warum nun die teuerste Bulette der Welt? Naja – die Herstellung kostete immerhin 250 000 Euro. Die Maastrichter Forscher erhoffen sich aber schon bald eine Serienherstellung, die dann auch die Kosten sinken lassen würde.