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Fonterra-Skandal: Konzernchef räumt Fehler ein

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Fonterra-Skandal: Konzernchef räumt Fehler ein

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Der Skandal um verunreinigte Milchprodukte des neuseeländischen Lebensmittelkonzerns Fonterra weitet sich aus. Betroffen sind vor allem Australien und asiatische Länder. In Säuglingsnahrung waren Bakterien gefunden worden, die eine Botulismus-Vergiftung auslösen und zu Nervenschädigungen führen können. Der Fonterra-Chef räumte Fehler ein und bat die Betroffenen um Entschuldigung. Vor allem in China, dem größten Absatzmarkt der Erzeugnisse, sind die Menschen verunsichert.

“Die chinesischen Marken sind schon nicht gut und jetzt können wir uns auch nicht mal mehr auf Produkte aus dem Ausland verlassen. Die Trockenmilch aus Neuseeland ist verseucht – das müssen wir zu Hause erst mal mit den Eltern unseres Enkelkindes besprechen, um zu sehen, was wir jetzt machen”, sagt ein Chinese.

Gefunden wurden die Bakterien in Produkten, die bereits im Mai 2012 hergestellt wurden. Die Labor-Ergebnisse hatte Fonterra aber bislang offensichtlich verheimlicht.

“Wenn Fonterra wirklich um seine Kunden besorgt wäre, dann hätten wir Verbraucher sofort von der Verunreinigung erfahren”, so eine neuseeländische Mutter.

Auf der Suche nach Informationen und Hilfe wenden sich viele besorgte Neuseeländer an Elternberatungsstellen.

“Am Samstag hatten wir doppelt so viele Anrufe wie sonst, am Sonntag viermal so viel”, sagt eine Beraterin.

Bereits im Januar dieses Jahres hatte Fonterra für Schlagzeilen gesorgt, als in der Milch des Lebensmittelhersteller Rückstände von Chemikalien gefunden wurden.